• Systemische Aufstellung

Systemische Aufstellung ist der Oberbegriff für verschiedene Arten von Aufstellungen.

Die gemeinsame Vorgehensweise ist, dass Personen oder Gegenstände als Repräsen-
tanten für relevante Elemente des betrachteten Gesamtsystemes im Raum aufgestellt
werden. Die direkte oder indirekte Wahrnehmung dieser Repräsentanten innerhalb
des aufgestellten Systems erlaubt Rückschlüsse auf die Beziehungen der Elemente
untereinander.

Ein Kernpunkt ist es, dass dabei Systemdynamiken offen gelegt werden, die durch
logisch rationale Erwägungen kaum erfahrbar sind.

Beispiele für Aufstellungsformate:

• Familienaufstellung
• Organisationsaufstellung
• Strukturaufstellung
• Tetralemmaaufstellung
• Traumaaufstellung

Familienaufstellung
Bei der Familienaufstellung werden vom Klienten beliebige Personen aus dem Kreis
der Anwesenden stellvertretend für Familienmitglieder räumlich so angeordnet, dass
diese Aufstellung seiner Wahrnehmung der Familiensituation entspricht. Neben dem
Aufstellen von realen Personen gibt es auch die Möglichkeit, nur mit Symbolen ein
soziales Gefüge aufzustellen (Familienbrett). Durch die so sichtbar gemachte innere
Realität ergeben sich bereits Veränderungen der bisherigen Sichtweise, die zu neuen
emotionalen Erkenntnissen führt. Diese werden durch das Erarbeiten schlüssiger
Lösungskonstellationen weiterentwickelt.

Organisationsaufstellung
Die Organisationsaufstellung dient zum Transparent machen aufeinander wirkender
Systeme, wie Unternehmen, Organisationen, Teams, Abteilungen und Märkte. Die
einzelnen Systeme bestehen aus Makro- und Mikroelementen, die einen Bezug zum
Aufstellungsthema haben. Durch die Aufstellung werden Blockaden und Dynamiken
transparent, durch welche die Arbeitsabläufe im System beeinflusst werden. Die
Organisationsaufstellung erfasst komplexe Unternehmens-Strukturen und bietet
die Möglichkeit, das Gesamtsystem zu stärken.

Strukturaufstellung
Systemische Strukturaufstellungen werden in Unternehmen dazu eingesetzt, um
Verbesserungsmöglichkeiten in der Organisationsstruktur zu testen. Für Einzel-
personen können sie bei Entscheidungsproblemen, Konflikten oder bei Familien-
problemen neue Lösungswege aufzeigen. Zusätzlich können auch abstrakte
Systemelemente wie Projekte, Ziele, Hindernisse, Ideen oder Besitz einbezogen
werden. Dabei werden einzelne Personen als Repräsentanten dieser Elemente
im Raum aufgestellt, welche die Rolle der einzelnen Systemelemente symbolisieren.
Durch die Empfindungen der aufgestellten Personen entsteht ein Verständnis für
die Systemdynamik. Durch Veränderungen im aufgestellten System werden
Lösungen erarbeitet, die dann im Realsystem umgesetzt werden.

Tetralemmaaufstellung
Die Tetralemmaaufstellung kann bei der Lösung von Dilemmas eingesetzt werden.
Ein Dilemma erklärt sich dadurch, dass keine Entscheidung zwischen zwei Optionen
getroffen werden kann, ohne signifikante Nachteile in Kauf zu nehmen. Die beiden
Entscheidungsoptionen ("das Eine", "das Andere") werden als Elemente betrachtet.
Erweitert wird das System durch die Elemente "Keines von Beiden" und "Beides",
sowie durch ein fünftes Element, die "Nicht-Position" und das "freie Element".
Derjenige oder dasjenige, um den es geht, wird als das Element "Fokus" aufgestellt.
Dadurch wird die Sichtweise auf die Entscheidung verändert. Das Ergebnis ist eine
Unterbrechung des inneren Dilemma-Musters. Der Fokus kann letztlich durch den
"kreativen Schritt" eine völlig neue Position einnehmen. 

Traumaaufstellung
Mit Hilfe der Traumaaufstellung können seelische Prozesse, die aufgrund von
traumatischen Erlebnissen zu Lebenseinschränkungen sowie psychischen und
körperlichen Störungen führen, bearbeitet werden.

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