Belastbarkeit

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Belastbare Menschen können Stresssituationen gut aushalten oder wissen, wie sie mit Stress so umgehen, dass er gut integriert ist. Sie zeigen ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Stabilität bei einer ausgeprägten Toleranz... bedeutet, die Meinungen oder Handlungen einer anderen Person oder Personengruppe zu dulden, obwohl man damit nicht einverstanden ist. Sie beinhaltet den Verzicht auf die Option, ein gegen sich gerichtetes Übel abzustellen.
 
Toleranz ist nicht zu verwechseln mit Akzeptanz. Daher kann nur toleriert werden, ...
 
• ... was in der individuellen Interpretation ein Übel darstellt (Gutes, Positives oder Berechtigtes kann nicht toleriert werden, da man damit ja entweder einverstanden ist, oder es als logisch verstehbare Konsequenz respektiert)
• ... was Auswirkungen auf einen selber hat (was einen selbst nicht betrifft oder nichts angeht, kann nicht toleriert werden, darüber kann man philosophieren)
• ... wenn man über die Option verfügt, das Übel, statt es zu tolerieren, genauso gut auch abstellen zu können (ohne diese Wahlmöglichkeit kann man erdulden, aber nicht tolerieren)
 
Toleranz beschreibt also die Fähigkeit, bis zur jeweiligen Toleranzschwelle, viele Formen des Andersseins oder Andershandelns, die einen persönlich betreffen, zu dulden, gewähren zu lassen ohne einzuschränken und diese nicht zu bekämpfen.
 
Tolerieren in passivem Sinn bedeutet, eine negative Beurteilung, welche Akzeptanz ausschließt, zwar zu treffen, sich jedoch einer offenen Reaktion zu enthalten.
 
Toleranz in aktivem Sinn bedeutet die geistige Offenheit bezüglich der Option einer möglichen Akzeptanz des tolerierten Sachverhaltes in der Zukunft zu haben. Der tolerierte Sachverhalt wird aber einer Kritik unterzogen und die eigene Überzeugung wird argumentativ zur Sprache gebracht.
gegenüber potenziellen Frustrationsauslösern. Misserfolge nutzen sie, um daraus zu lernen.
 
Multitaskingfähigkeit und ein gutes Management von Mehrfachbelastungen sind weitere Kennzeichen belastbarer Menschen.
 
Wenn BelastbarkeitBelastbare Menschen können Stresssituationen gut aushalten oder wissen, wie sie mit Stress so umgehen, dass er gut integriert ist. Sie zeigen ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Stabilität bei einer ausgeprägten Toleranz gegenüber potenziellen Frustrationsauslösern. Misserfolge nutzen sie, um daraus zu lernen.
 
Multitaskingfähigkeit und ein gutes Management von Mehrfachbelastungen sind weitere Kennzeichen belastbarer Menschen.
 
Wenn Belastbarkeit nicht mit einer sensiblen Selbtwahrnehmung einhergeht, birgt sie ein hohes Burnout-Risiko.
nicht mit einer sensiblen Selbtwahrnehmung einhergeht, birgt sie ein hohes BurnoutAusgebrannt sein. Chronische Erschöpfung, die im Zusammenbruch mündet.
 
Die Symptomatik hat Ähnlichkeiten mit Depressionen, die Krankheit hat einen sehr langwierigen Behandlungsverlauf und die Patienten erreichen ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit kaum wieder.
 
Betroffen sind nicht nur Manager, Ärzte und Rechtsanwälte, sondern auch Lehrer oder Pflegepersonal.

Frühwarnsignale:

• starkes Engagement für bestimmte Ziele
• vermehrter Verzicht auf Erholungs- und Entspannungsphasen
• Herabmachen anderer Teammitglieder
• Schlafstörungen
• Zurückschrauben der eigenen Bedürfnisse
• Einschränken der sozialen Kontakte
• Erschöpfungsgefühle
• Freudlosigkeit
• häufige Krankheit im Urlaub

Diagnostik:

ICD-10: Z73.0 Ausgebranntsein, Burnout, Zustand der totalen Erschöpfung; F48.0 Neurasthenie
DSM-IV-TR: 296.82 Atypische Depression; 300.40 Dysthymische Störung

Stadien:
 
nach Seyle (1950):
1. idealistisches Überengagement-Sympatihikoton
2. Anpassungs- und Resistenzphase-Parasympatihikoton
3. existenzielle Erschöpfung
 
nach Edelwich (1984)
1. idealistische Begeisterung und Überidentifikation
2. Stillstand, Enttäuschung
3. Frustration, Rückzug
4. Apathie
5. Krise
 
nach Freudenberger, Noth (1992)
1. idealistische Begeisterung
2. verstärkter Einsatz für Ziele
3. subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
4. Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
5. Umdeutung von Werten
6. Verleugnung von Problemen
7. Rückzug aus der Umwelt
8. Verflachung des Lebens
9. Depersonalisation
10. innere Leere
11. schwere Depression
12. Zusammenbruch

Ab Phase 11 besteht hohe Selbstmordgefahr!
-Risiko.