Tetralemmaaufstellung

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Diese Aufstellungsform wird als Unterstützung bei Entscheidungen eingesetzt, wenn beide Entscheidungsmöglichkeiten in ein Dilemma zu führen scheinen.
 
Ein Dilemma zeichnet sich dadurch aus, dass keine Entscheidung zwischen beiden Optionen getroffen werden kann, ohne signifikante Nachteile in Kauf zu nehmen.
 
In der Tetralemmaaufstellung werden diese beiden Entscheidungsoptionen ("das Eine", "das Andere") als Elemente betrachtet. Erweitert wird das System durch die Elemente "Keines von Beiden" und "Beides", sowie durch ein fünftes Element, die "Nicht-Position" und das "freie Element".
 
Derjenige, um den es geht, wird als das Element "Fokus" aufgestellt.
 
Durch diese Systemerweiterung wird die Sichtweise auf das Entscheidungsproblem verändert. Das Ergebnis ist eine Unterbrechung des inneren Dilemma-Musters.
 
Der Fokus kann letztlich durch den "kreativen Schritt" eine völlig neue Position einnehmen.
 
Grundlage für die Tetralemmaaufstellung ist die indische Logik. Diese wurde bei Gericht verwendet um eine Klärung zwischen den Positionen des Klägers und des Angeklagten zu erreichen. Die dahinterliegende Argumentationsstruktur wurde von Nagarjuna, einem buddhistischen Gelehrten, um die fünfte Position erweitert.

Entwicker: Matthias Varga von Kibéd, Insa Sparrer.