Konfliktfähigkeit und Kooperationsbereitschaft zählen zu den
wichtigsten sozialen Kompetenzen im Unternehmensbereich

Sozial kompetente Menschen verfügen demnach über die
Fähigkeit, diese zwei eher gegensätzlichen Verhaltensweisen
situativ so einzusetzen, dass es ihnen möglich wird, eigene
Ziele innerhalb sozialer Beziehungen zu erreichen, ohne die
Beziehung zu gefährden.

Somit ist soziale Kompetenz als der optimale Kompromiss
zwischen Selbstverwirklichung und sozialer Verträglichkeit
zu sehen.

 
Soft Skills
charakterisieren das Zusammenspiel persönlicher Fähigkeiten und Einstellungen eines Menschen oder einer Organisation. Sie halten die Handlungs-
orientierung der Einzelpersönlichkeit in einer gesunden Balance zwischen individueller
und auf eine Gemeinschaft abgestimmte Motivation.

Soft Skills verknüpfen die individuellen Handlungsziele von Einzelpersonen mit den Einstellungen und Werten eines Teams, einer Gruppe oder einer Organisation. Sie sind
die Voraussetzung für das Funktionieren jeder gesunden Form sozialer Interaktion. In einer zur jeweiligen Persönlichkeit passenden und ausbalancierten Form sind Soft Skills die Grundlage dafür, authentisch, souverän, einfühlsam, fair und konstruktiv mit sich
selbst und den Mitmenschen umzugehen.

Entscheidend dafür ist der emotional intelligente Umgang mit Gefühlen und Stimmungen, und zwar sowohl in Bezug auf sich selbst, als auch in der Interaktion mit anderen deren Gefühleund Stimmungen wahrzunehmen und darauf situativ und adäquat eingehen zu können.

Soft Skills sind in allen Bereichen und Berufen bedeutsam, in denen viel kommuniziert
wird. Das betrifft so gut wie alle Bereiche der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Kreative Kopfarbeit, effektives und effizientes Arbeiten im Team, Umgang mit Konflikten, Verhand-
lungen erfolgreich führen, kundenorientiertes Beraten und Verkaufen – all das sind typische Anwendungsbereiche, in denen Soft Skills eine essentielle Rolle spielen.

Wichtig ist, dass eine Wertung für Soft Skills (positiv, negativ) nicht zutrifft, vielmehr kann die Ausprägung eines bestimmten Soft Skill nur in Bezug auf einen konkreten Kontext – entweder als fördernd/bereichernd oder behindernd/belastend beurteilt werden. Weiters ist zu bemerken, dass kein einziger Mensch alle Soft Skills gleichermaßen ausgeprägt hat. Zutreffend ist jedoch, dass jede Steigerung der Wahlmöglichkeiten einer Persönlichkeit, diese kontextübergreifend stärkt und ihre Gesamtkompetenz erhöht.

Als wesentlicher Teil der Gesamtkompetenz einer Persönlichkeit sind Soft Skills essentiell für das eigene Wohlbefinden, für die Qualität der sozialen Kontakte im Umfeld und ein zentraler Erfolgsfaktor - sowohl für Einzelpersonen, als auch für Unternehmen.

Beispiele für Fragestellungen, für die Soft Skills bedeutsam sind:

   • Konstruktiver Umgang mit persönlichen und strukturellen Grenzen
   • Eigene Stärken und Schwächen kennen und dazu stehen
   • Wann ist Flexibilität, wann ist Standfestigkeit gefragt
   • Fehler als Chance (Lernherausforderung) begreifen
   • Wo endet die Eigenverantwortung, wo beginnt die Außenverantwortung
   • Initiative ergreifen und an die Situation anpassen
   • Umgang mit belastenden Situationen: Stress, Druck, Kritik, Erwartungen
   • Sicheres Auftreten: Wohlfühlen bei Präsentationen, in Meetings, bei Verhandlungen

Gesamtkompetenz setzt sich zusammen aus:

   • Methodenkompetenz
   • fachliche Kompetenz
   • Erfahrungskompetenz
   • Soft Skills (soziale Kompetenz)


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